AMAUTA.

 

Als „amauta“ bezeichnete man in der inkaischen Gesellschaft Personen, die über besondere Fähigkeiten und Kenntnisse in verschiedenen Bereichen von Dichtung und Wissenschaft verfügten. Zu den Aufgaben der amauta gehörte auch das Bewahren und die Weitergabe der Geschichte der Inka sowie das Verfassen von Triumpfhymnen und von Dankesgesängen an die Götter. Sie galten auch als oberste Autorität in Fragen der Moral sowie in Bezug auf die philosophischen Prinzipien, die das Leben in der Gesellschaft bestimmten.

Die Organisation AMAUTA in La Paz, dem Regierungssitz Boliviens wurde 1995 von dem Bolivianer Ramiro Robles gegründet.

AMAUTA entwirft Kleidung aus Alpakawolle, beschäftigt Stricker und Strickerinnen und vertreibt die Alpaka-Kleidung in einem eigenen Geschäft in München sowie über den Weltladen Backnang und über Messen.

Einige der StrickerInnen fertigen die Kleidungsstücke in Hausarbeit. Insgesamt 10 Familien, die ihren Lebensumterhalt durch Stricken verdienen, leben in Pachamama in einer Lebensgemeinschaft im El Alto, eines der ärmsten Gebieten auf 4000m im Norden von Bolivien.

Die dort lebenden Familien waren bisher von starker Armut betroffen und konnten ihr Überleben kaum sichern. Mit Aufnahme in die Lebensgemeinschaft erhielten Sie ein kleines Lehmhaus mit ausreichend Platz für die Familie sowie eine Strickmaschine.

Neben den Häusern und dem Strickhaus verfügt Pachamama über einen Gemeinschaftsraum, einen Brunnen, einen Garten für den Anbau von Gemüse sowie über eine Kindertagesstätte.

Die Familien leben weitgehend autark und können von ihrem Verdienst gut leben.

Die StrickerInnen werden pro Kilogramm verarbeitete Wolle bezahlt, wobei für besonders komplizierte Muster und Schnitte ein Aufschlag bezahlt wird.

Insbesondere die hervorragende Verarbeitung der Modelle und die oft neuartigen und überraschenden Schnitte und Farben zeigen, dass Strickware nicht gleichbedeutend mit Old Fashion sein muß.

Besuchen Sie AMAUTA.